Aus dem echten Skipperleben...

WARUM DAS MITTELMEER SO SALZIG SCHMECKT UND DIE PHÖNIZIER DIE SÄULEN DES HERAKLES BEZWANGEN

von Skipper Olaf

Die Tatsache, dass das Mittelmeer einen recht hohen Salzgehalt hat, stößt bei unseren Mitseglern häufig auf Erstaunen. Viele meinen, je größer das Meer bzw. der Ozean, umso höher der Salzgehalt. Vielleicht liegt das daran, dass die Kenntnis um den niedrigen Salzanteil in der Ostsee bei uns Deutschen weit verbreitet ist. Die Ostsee als kleines Binnenmeer hat eher Brackwasser. Die größere Nordsee bzw. der Atlantik schmecken da schon ganz anders. Dass jedoch das Mittelmeer, welches ein abgeschlossenes Meer darstellt, in allem Belangen Hochseecharakter.  weiterlesen


IAORANA

von Skipper Olaf

In der Sprache der Polynesier, speziell der Tahitien, bedeute Iaorana soviel wie guten Tag. Und ein guter Tag sollte es wieder werden, als wir auf unserem letzten Törn im Revier der Gesellschaftsinseln zwischen Huahine, Raiatea, Bora Bora und Maupiti unterwegs waren.

Auf nach Maupiti

An diesem Tag war Maupiti das Ziel, welches wir von Bora Bora aus erreichen wollten. Bora Bora ist natürlich die bekannteste dieser Inseln, zumindest hier bei uns in Europa, in Deutschland. Maupiti jedoch, ca. 25 sm westlich von Bora Bora und weit draußen im Pazifik gelegen, ist nach Auffassung aller Törnteilnehmer die wesentlich schönere Insel. Sie wird noch am wenigsten von Touristen frequentiert und so hat sich der natürliche Charme der Insel und ihrer Bewohner erhalten. weiterlesen


MAD DOG

von Skipper Olaf

Ich habe vor einiger Zeit das Buch „Monster Kody“ gelesen. Es handelt von einem führenden Mitglied einer großen Gang in Los Angeles. Ich denke, es waren die Crips. Darin beschreibt Kody seinen Weg und seine Entwicklung innerhalb dieser Gang, in der er mit 27 Jahren  schon als Veteran zählt, da sich die meisten seines Alters inzwischen gegenseitig umgebracht haben. In einer Szene wird erklärt, dass es besonders wichtig war, bei Begegnungen mit Konkurrenten ein möglichst bösartiges Gesicht aufzusetzen und die entsprechende Körperhaltung einzunehmen - Mad Dog genannt.

Im Mittelmeerraum, wie auch in vielen anderen Revieren der Welt ist es üblich über Nacht in einer geschützten Bucht vor Anker zu gehen. Besonders in den Hochsommermonaten Juli und August sind diese Buchten dann sehr gut besucht, so dass schon mal der Ankerplatz eng werden kann. Man kommt am Ende des Tages in eine solche Bucht, sucht sich einen geeigneten Platz ...  weiterlesen


ÜBER DIE "SCHWIMMWESTE"

von Skipper Olaf

Sehr häufig wird bei Einweisungen vor den Törns oder auch bei Aufzählungen zu den Rettungsmitteln die "Schwimmweste" genannt. Um es gleich vorweg zu nehmen, natürlich ist damit meist die Rettungsweste gemeint. Wer einmal eine Rettungsweste tatsächlich ausprobiert hat und hier vor allem die automatische Rettungsweste, der wird bestätigen, dass sich diese kaum zum Schwimmen eignet. Vielmehr soll diese tatsächlich den Kopf möglichst in jeder Lage über Wasser halten, also das Luftholen ermöglichen und damit retten. Für das Schwimmen oder zur Fortbewegung im Wasser ist die Weste eher nicht gedacht. Aber auch wenn man sich die Rettungsweste wirklich als solche denkt, gibt es noch einige Bemerkungen zu machen.

Ich erinnere mich dabei immer mal wieder an einen Törn, den wir vor einigen Jahren Ende Oktober, Anfang November  im Tyrrhenischen Meer gemacht haben. Es war ein typischer Absegeltörn zum Abschluss einer Saison.  weiterlesen